Über mich

Warum eigentlich Traumwelt Hörspiel? - oder: Was eine Old Shatterhand-Kassette auslösen kann....

Es fing alles an im Jahr 1985. Mit einer Hörspiel-Kassette. Ein Geschenk von meinem Vater. Old Shatterhand der Titel. Selbstverständlich habe ich sie heute noch. Erst vor ein paar Wochen habe ich sie aus der Kiste auf dem Dachboden hervorgekramt, zusammen mit vielen anderen Kassetten wie TKKG, 3 Fragezeichen, Fünf Freunde, Alf, Larry Brent und natürlich noch vielen weiteren Winnetou-Hörspielen. Rückblickend eine sehr abwechslungsreiche Mischung, wie ich finde.

 

Diese Kassetten waren ein prägender Teil meiner Kindheit. Für jede Urlaubsreise gab es von unseren Eltern ein neues Hörspiel, um die lange Autofahrt zu verkürzen. Die Folgen sind heute noch „spürbar“, kann ich doch genau diese Produktionen heute noch nahezu fehlerfrei mitsprechen.

 

Wie viele andere Kassettenkinder habe ich auch nie aufgehört, Hörspiele zu hören. Habe ganz klassisch zum Einschlafen mit drei Detektiven aus Rocky Beach spezialgelagerte Sonderfälle gelöst, ihnen auf Livetouren applaudiert und immer neue Hörspiele für mich entdeckt, sei es Gabriel Burns oder die Offenbahrung 23. Hörspiele gehörten einfach immer für mich dazu.

 

Nebenberuflich habe ich mit Mitte 20 für ein Online-Musik-Webzine geschrieben und irgendwie ist der Bereich der Hörspiele bei mir gelandet. Was für ein Fest. Mein Hörspielhorizont wurde schlagartig mit ganz vielen Produktionen erweitert, die ich mir selber sicherlich oft gar nicht ausgesucht hätte. Ich war begeistert. Ich durfte jetzt soooo viel Neues hören, führte im Zuge dessen sogar ein Interview mit dem bestbezahltesten Auftragskiller von San Francisco, einem gewissen Steven Caine. Ich bin mir sicher, der ist einigen von euch bestimmt noch ein Begriff.

 

Das Hörspiel war also weiterhin ein enorm wichtiger Teil meines Lebens. Oft konnte ich es gar nicht erwarten, endlich die Fortsetzungsfolge in Händen zu halten. Eine Sucht, ein Begehren, das auch heute noch bei vielen großartigen Hörspielen vorhanden ist.

Doch dann sollte diese Webzine eingestellt werden und ich hatte doch gerade wieder eine neue „Lieferung“ aus Hamburg erhalten. Was tun? Die Rezis wollten schließlich nicht nur geschrieben, sondern auch veröffentlicht werden. Ich fasste einen Entschluss. Meine eigene Hörspiel-Rezensions-Seite musste her. Und da man mit Hörspielen so wunderbar in andere, fremde, spannende, aufregende, phantastische Welten abtauchen kann, war der Name hierfür auch schnell gefunden:

 

TRAUMWELT HÖRSPIEL

 

Und aus dieser erst noch fixen Idee ist mittlerweile eine recht umfangreiche Seite für aktuelle Hörspiel-Rezensionen geworden. Erst nur mit Hörspielen und Hörbüchern, jetzt auch mit ausgewählten, tollen Kinderhörspielen. Und auch heute werde ich oft mit tollen Produktionen überrascht und lasse mich so auf Hörspiele ein, die ich aktiv vielleicht gar nicht gewählt hätte.

 

Bei all meinen Rezis versuche ich stets fair zu bleiben, denn ich weiß, wie viel Arbeit (manchmal sogar ganze Jahre) in einer Produktion von ca. 60 Minuten stecken kann. Ich weiß, wie viele Hörspiel-Macher ganz viel ihrer Freizeit opfern, um eine tolle Produktion auf die Beine zu stellen. Ich weiß, dass der monetäre Einsatz für eine einzige CD in Zeiten von Streaming und leider auch illegalen Downloads oder Raubkopien schwer reinzuholen ist.

Das Hörspiel ist wahrlich kein Medium, mit dem man schnell das große Geld machen kann. Das Hörspiel ist vielmehr Liebe zum Detail, Liebe zum Kopfkino, Leidenschaft und Phantasie. Vor allem aber ist ein Hörspiel nicht nur was für Kinder. Es gibt so viele wahnsinnig tolle und aufwändig konzipierte, atmosphärisch und akustisch durchdachte Erwachsenen-Hörspiele und man muss heutzutage auch längt kein Nerd mehr sein, um dem Hörspiel verfallen zu sein.

 

Und glaubt mir. Verfallen bin ich diesem Medium auch. Schlage mir die Nächte um die Ohren, wenn die Familie längst schläft, um meine Rezensionen zu schreiben – selbstverständlich, nachdem ich das Hörspiel mindestens einmal komplett gehört habe. Schließlich kann ich ja über nichts schreiben, was ich nicht bis zum Ende gehört habe. Alles andere wäre in meinen Augen, nein in meinen Ohren nicht fair, oder? Ich versuche, kritische Punkte sachlich anzusprechen, das Gesamte zu sehen und tolle Sachen hervorzuheben. Vielleicht mag ich für manch einen zu positiv, zu unkritisch sein. Aber ich gebe stets nur meine Meinung wieder und möchte ganz bestimmt nichts verreißen, denn ein Hörspiel ist Kunst – und Kunst liegt schließlich immer im Auge des Betrachters, richtig? Außerdem glaube ich, wer häufiger mal eine Rezension von mir liest, der wird auch (vielleicht versteckte) kritische Anmerkungen in meinen Rezensionen schnell als solche erkennen.

 

Meine Seite TRAUMWELT HÖRSPIEL soll eine kleine Hommage an das Hörspiel und an all die Hörspielmacher und –Liebhaber da draußen sein. Eine Wertschätzung für die viele Arbeit, die in dieses Nischenmedium investiert wird, in der Hoffnung, dass viele tolle Produktionen noch bekannter werden, noch mehr Menschen dem Virus Hörspiel verfallen.

 

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