DORIAN HUNTER - 23 - Tod eines Freundes

Dorian Hunter

23 – Tod eines Freundes

Folgenreich

CD-Cover Dorian Hunter - Tod eines Freundes

„Ahhhhh, Moment mal. Was soll das werden? – Ich reise ab. – Wie? Was? Wohin? – In die Schweiz. Ich muss zu Helnwein und zu Coco. – Moment, Moment, Moment. Du kannst doch jetzt nicht einfach abreisen. Du bist in den letzten Tagen zigmal umgefallen. Du warst im Krankenhaus. Du bist nicht fit. – Ich bin so was von fit! – Du bist fit? Du bist nicht ganz fit. Das ist es!“

Dorian Hunters zweite Inkarnation Juan Garcia de Tabera wird Zeuge der Geburt eines dämonischen Drillings, scheitert jedoch beim Versuch, diesen mit Hilfe des Drudenfußes, einem Pentagramm aus massivem Gold, zu vernichten. 500 Jahre später erinnert sich Dorian endlich wieder an sein Leben als de Tabera und was damals geschah. Ein entscheidender Hinweis des zwielichtigen Olivero bringt ihn auf die Spur des verloren gegangenen Drudenfußes, der einzigen Waffe, mit der man den Dämonendrillings besiegen kann.

Wieder einmal eine grandiose Folge um meinen Lieblings-Dämonenkiller. Wie in den Vorgänger-Folgen so spielt auch „Tod eines Freundes“ auf zwei Zeitebenen. Während die Erlebnisse von Juan de Tabera hauptsächlich aus dessen Perspektive wiedergegeben und nur hier und da gekonnt unaufdringlich musikalisch unterlegt werden, agieren in der Gegenwart die bekannten Personen, ohne dass auf eine spezielle Perspektive der Schwerpunkt gelegt wird. Die Erlebnisse von de Tabera sind realistisch, äußerst spannend und vor allem für Hunters Zukunft existentiell lebensnotwendig.

Selbstverständlich ist diese Folge wieder auf dem höchsten Niveau produziert und umgesetzt worden, keine Frage. Auch die Kombination der beiden Erzählstränge ist perfekt gelungen. Hier sind ganz einfach echte Profis am Werk, die mit dem richtigen Fingerspitzengefühl und der nötigen Muße agieren. Auszusetzen gibt es hier wie immer nichts. Als besonderes Gimmick sind jedoch zum Beispiel die CD-Sprünge anzumerken, die immer im Zusammenhang mit der Zahl drei auftreten. Anfangs mag man sich als Hörer vielleicht noch wundern, dann gehört es dazu. Spannend bleibt es auch bis zum Schluss, welcher Akteur für den Titel „Tod eines Freundes“ verantwortlich zeichnet. Und während ein Freund stirbt, bekommt es Hunter in der Gegenwart mit neuen gefährlichen Gegnern zu tun. Dem dämonischen Drilling, dessen Geburt sein früheres Ich damals mit angesehen hat. Wir können uns also sicher sein, dass es bei Hunter definitiv nicht langweilig werden wird und ihm in naher Zukunft die Gegner sicherlich nicht ausgehen werden…

Erwähnen sollte man an dieser Stelle auch noch, dass der bereits 2012 verstorbene Konrad Halver in der Folge „Tod eines Freundes“ seinen letzten Auftritt als Chief Trevor Sullivan hat. Dem treuen Hörer mag dies vielleicht am anderen Tonfall oder an der doch etwas sonderbaren Shakespeare-Anektote aufgefallen sein. Ein trauriger Nachruf der besonderen Art. Der Tod eines Freundes eben. So bleibt abzuwarten, wie es mit dem Chief in den nächsten Folgen (akustisch) weitergeht…

Mein Fazit: Wann kommt die nächste Folge? Ich brenne darauf zu erfahren, wie es mit Hunter und dem dämonischen Drilling weiter geht…


6. Dezember 2013