DIE ELFEN - 07 - Die Bibliothek von Iskendria

DIE ELFEN

07 - Die Bibliothek von Iskendria

FOLGENREICH

CD-Cover Die Elfen - Die Bibliothek von Iskendria

„Der Albenstern befand sich im Kelleraum des Palastes, dessen Bodenmosaik eine glutrot aufgehende Sonne zeigte. Sieben Kraniche säumten die Sonne wie ein Strahlenkranz. Ein Vogel für jeden der Albenpfade, die hinter dem Tor entsprangen und deren Präsenz ich deutlich spüren konnte. Es war ein leichtes, dieses Tor zu öffnen. Ollowain ging mit gezogenem Schwert voran.“

Bei der verzweifelten Zerstörung des Albenpfades durch die Elfenkönigin Emerelle entsteht ein Riss im Goldenen Netz, das die Albenmark vor den unheimlichen Schattenwesen Yingiz schützt. Da Emerelle die Schatten selbst nicht besiegen kann und immer mehr von ihnen den Weg in die Elfenwelt finden, sendet sie die Koboldin Ganda zusammen mit Ollowain, dem Schwertmeister der Elfen, in die verborgene Bibliothek von Iskendria, um dort eine Lösung zu finden. Jedoch wartet hier bereits ein Grauen erregender Widersacher: ein Devanthar, der letzte Überlebende eines dämonischen Volks aus der Urzeit Albenmarks, der in der Lage ist, die Identität seiner Opfer anzunehmen. In Gestalt eines Bibliothekars bringt der Devanthar Ollowain beinahe um dessen Verstand, während Ganda ihm ein verheißungsvolles Buch über die Albenpfade und die Yingiz entwenden kann. Auf der Flucht und schwer verletzt öffnet Ganda in letzter Sekunde ein Tor zu einem Albenpfad, macht dabei aber einen entscheidenden Fehler...

Puh, diese Elfen-Folge hat es in sich. Enorm, gewaltig und unglaublich packend! Dies ist Fantasy, Spannung und Action auf dem höchsten Niveau.

Der Spannungsbogen dieser Folge ist einfach genial. Oftmals mit Herzklopfen habe ich den Ereignissen gelauscht, die schwerpunktmäßig ganz klar bei der kühnen Ganda und ihrem Begleiter Ollowain liegen. Wie es auch schon der Autor der Romanreihe Bernhard Hennen sagte: „So müssen DIE ELFEN klingen.“ – Dem kann ich mich nur anschließen: So muss Fantasy klingen. Die Produzenten haben genau die richtige Mischung zwischen Erzählung und eigener Fantasie, zwischen Geräuschen und Musik gefunden. Bei dieser Folge entsteht das perfekte Kopfkino, dem man sich nicht entziehen kann. Majestätisch ist das richtige Wort. Mehr Beschreibungen sind nicht nötig!

Und diese Folge ist zudem äußerst aufschlussreich, denn als Hörer erfährt man erstmals genaueres über die anderen Seite von Ollowain, dem Frauenschwarm. Fast ein wenig erstaunt bekommt man zu hören, dass der Schwertmeister der Königin nahezu überall gebrochene Frauenherzen zurückgelassen hat.

Ganda hingegen ist mit ihrer forschen, frechen und allzeit direkten Art ein wahrer Ohrenschmaus. Mehr als einmal habe ich nahezu sprachlos ihren kessen Sprüchen gelauscht. Trotz ihrer geringen körperlichen Größe wird in dieser Folge immer wieder deutlich, wie groß ihre Persönlichkeit und ihr Mut tatsächlich sind.

Was ist noch zu erwähnen? Ein Blick ins Booklet lohnt sich wie immer. Hier sind exklusiv von Bernhard Hennen stets Hintergrund-Informationen zu den Elfen zu finden. In diesem Fall gibt Hennen Auskünfte über die Bibliothek von Iskendria und die entsprechenden Querverbindungen zwischen Fantasy und Geschichte, die dieser Bibliothek zu Grunde liegen. Infos, die stets sehr lesenswert sind.

Gibt es einen Wehmutstropfen? Ja, das Ende. An dieser Stelle der höchsten Spannung kann eine Folge doch nicht einfach enden? Wie geht es nun weiter? Gut, dass schon die Fortsetzungsfolge angekündigt wurde, der ich jetzt Tag für Tag entgegen fiebern werde.


19. August 2013