JACK SLAUGHTER _18 – Das Scheusal aus dem Meer

JACK SLAUGHTER – TOCHTER DES LICHTS

18 – Das Scheusal aus dem Meer

FOLGENREICH

CD-Cover Jack Slaughter - Das Scheusal aus dem Meer

„Na, dann passt es ja gut, dass ich den Reißzahn eines Urzeithaies um den Hals trage. Ich hab´ bereits eine Jagdtrophäe eines Raubtieres. Es wird Zeit, mit eine weitere zu holen. Ich hab´ mein Gewehr im Auto, meine Liberator-Pistole im Beinholster und meine Zauberbarbie Ponytail in meiner Jeansjacke. Wenn ich laufe, sieht das reichlich bescheuert aus. Aber, ich bin vorbereitet. – Jau! Lasst uns fischen gehen!“

Um Jack so richtig schön auszutricksen, erschafft der Teufel ein furchtbares Kiemen-Monster, das ganz Jacksonville in Angst und Schrecken versetzt. Silverfish, früher besser bekannt als der eitle Surfer Rick Silver, soll zusammen mit Professor Doom Jacks Lebenszeit verkürzen. Doch Silverfish steht mehr auf Frauen als auf die maskuline Tochter des Lichts. Als Jack und seine Freunde auf Fischfang gehen, haben sie keine Chance. Das Monster ist einfach zu mächtig und bringt Kim in seine Gewalt. Jack und Tony müssen sich etwas einfallen lassen. So kochen Jack, Tony und Küchenchef Ming ein übel riechendes Süppchen, das sie sich in aufopferungsvoller Weise einverleiben, um Silverfish das seinige zu versalzen.

Jackie is back. Allerdings um einiges ekliger, als man es bisher gewohnt war. Ja, diese Ausgabe von Jack Slaughter ist definitiv nichts für schwache Mägen. Was Jack und seine Freunde in dieser Folge brauen – das geht auf keine, nein auf gar keine Kuhhaut. Die Macher dieser Episode haben es geschafft, das Kino eben nicht nur im Kopf entstehen zu lassen, sondern auch im Magen. Und der muss hier wirklich einiges aushalten. Da ist es nur tröstlich, dass wir das Gebräu nicht selber zu uns nehmen müssen, sondern lediglich die Hauptpersonen. Aber alleine das Zuhören und die Vorstellung sind schon eine wirkliche Herausforderung. Eine Herausforderung auch für den Erzähler, welcher selbstverständlich auch in dieser Folge wieder hervorragend von Till Hagen vertont wird. Ihm nimmt man es tatsächlich ab, dass auch er sich an bestimmten Stellen des Hörspiels mit Zungenbrechern aus „der Bibel der Sprecherziehung“ ablenken muss.

Aber zurück zur Story. Bereits der Einstieg mit der Verwandlung von Rick Silver ist unterhaltsam und spannend. Und die Spannung ist auch wieder durchgehend vorhanden –

trotz der teilweise humoristischen Szenen (wie zum Beispiel der mit dem Monster-Quartett).

Ereignisse und Personen aus vergangenen Folgen werden gekonnt aufgegriffen und auch neu hinzugekommen Hörer werden ihre Freude haben. Die immer wieder sehr netten unerwartete Handlungsstränge und Ereignisse machen diese Folge zu einem echten Ohrenschmaus.

Wie es sich für eine gute Jack-Slaughter-Folge gehört, ist auch „Das Scheusal aus dem Meer“ perfekt umgesetzt. Story, Sprecher und sämtliche Geräusche sind auf dem gewohnt hohen Niveau und machen wie immer „tierischen“ Spaß beim Hören. Vorraussetzung ist allerdings, dass man als Hörer auf den Trash-Comedy-Horror-Mix steht und nicht alles bierernst nimmt. Denn in der Hitliste der skurrilsten Hörspiele agiert Jack Slaugher ganz weit oben. Wo sonst hat man eine männliche Tochter des Lichts (was die eigene, bereits verstorbene Großmutter immer noch nicht verinnerlicht hat), die Gegner mit Barbie-Puppen bekämpft? Zudem empfängt Jackie im Traum von besagter, entschlafener Großmutter Schminktipps und Tipps zur Monsterbekämpfung. Das ist sicherlich einzigartig! Aber halt, in dieser Folge hat sich Grandma Abigail ja verträumt und stört einen äußerst intimen und lederlastigen Traum von Jacks Eltern… Egal, skurril und zugleich liebenswert ist auch dieser Auftritt von Grandma. So wie man es eben von Jack Slaughter und seiner Großmutter erwartet.


26. Februar 2013