John Sinclair Edition 2000 - Folge 165 - Mit Blut geschrieben

 

John Sinclair - Folge 165

Mit Blut geschrieben

Teil 2 von 2

Lübbe Audio

1 CD

Laufzeit: ca. 53 Minuten

Ersterscheinung: 24.11.2023

 

CD-Cover John Sinclair Edition 2000 - Folge 165 - Mit Blut geschrieben

Klappentext:

Akim Samarans grauenvoller Diener, der Homunkulus, hatte Lady Sarah Goldwyn entführt und sie gezwungen, das mit Blut geschriebene Testament des russischen Heilers Rasputin zu bergen! Als es uns gelang, Sarah zu retten, war Samaran mit dem Testament jedoch schon in die Wolga-Sümpfe geflohen – um den mörderischen Götzen Baal zu erwecken!

 

Zum Inhalt:

John, Suko und Jane konnten Lady Sarah aus der Gewalt Akim Samarans befreien. Da Jane während der Auseinandersetzung mit Baals Leichenvögeln den Würfel einsetzte und dieser sie, ähnlich wie in Folge 158, kurzfristig in eine Greisin verwandelte, sollen sie und Sarah Goldwyn nach London zurückfliegen, während John, Suko und Wladimir Golenkow, der inzwischen eingetroffen ist, Samaran und dem Homunkulus nachjagen, um Baals Beschwörung zu verhindern. Zudem hofft John, nun endlich seinen Silberdolch zurückzubekommen, der in den Folgen 80 / 82 in Babylon verloren ging. Eine Spur führt die Freunde zu einer geheimnisvollen Knochengrube, wo es zum großen Finale kommt. Auf dem Weg dorthin erfahren die Geisterjäger durch einen Anruf von Lady Sarah, dass Jane verschwunden ist. Da Golenkow bei einem Angriff verletzt wird, stehen John und Suko schließlich Samaran und dem Götzen Baal gegenüber, der in Gestalt seines Priesters Okastra erscheint, den John in den Folgen 80 / 82 bezwang.

 

Meine Meinung:

Wie ich in meiner Rezension zu Folge 164 bereits vermutete, hat Dennis Ehrhardt hier nun Band 406, "Finale in der Knochengrube", als Hörspiel mit dem Titel "Mit Blut geschrieben" adaptiert, wobei ich sagen muss, dass der Titel "Finale in der Knochengrube" wesentlich besser zu diesem Hörspiel gepasst hätte, denn was wir Hörer hier geboten bekommen, ist ein wirkliches Finale. Skriptautor Ehrhardt hat hier auf besondere Weise gezeigt, dass er adaptiert und nicht kopiert. Die Handlung weißt einige sehr raffinierte Wendungen auf, die in dem Roman nicht vorkommen. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, da ich niemanden um ein ganz besonderes Hörvergnügen bringen möchte, weshalb auch der Unterpunkt "Besonderheiten" hier entfällt. Während Folge 164 mit viel Action aufwarten konnte, geht es hier, nach einem recht spektakulären Beginn, zu einem großen Teil recht ruhig zu. Höhepunkt dieser Folge ist der Umstand, dass Dennis Ehrhardt hier mit den Wahrnehmungen der Geisterjäger und der Hörer spielt. So hat das Finale in der Knochengrube, neben Baals Auftritt als Okastra, noch etwas ganz besonderes zu bieten, womit glaube ich niemand vorher rechnen kann. Zudem kommt es ansatzweise zu einem sehr emotionalen Gespräch zwischen John und Jane, das leider vorzeitig unterbrochen wurde, und John "darf" sich, zu allem Übel, noch Sorgen um Jane machen, deren Leidensgeschichte noch immer nicht beendet ist.

 

Die Sprecher:

Hier habe ich mich sehr über den Schauspieler und Synchronsprecher Gerd Rigauer gefreut, der bereits in den Folgen 80 / 82 als Okastra zu hören war und hier einen Auftritt als Baal / Okastra hat. Als Wladimir Golenkow ist in dieser Folge der Schauspieler Arthur Galiandin zu hören, der den russischen Schauspieler und Regisseur Pjotr Olev ablöst, der in Folge 117 Wladimir Golenkow sprach. Galiandin hat mir in dieser Rolle ebenso gut gefallen, wie seinerzeit Pjotr Olev. Und natürlich muss auch Michael Prelle genannt werden, der erneut als Akim Samaran zu hören ist und zu dieser Rolle passt, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.

 

Mein Fazit:

"Mit Blut geschrieben" ist ein mehr als würdiges Finale eines tollen Zweiteilers. Auch diese Folge wird von einem stets routinierten Musik- und Soundkonzept untermalt. Am Ende gibt es noch einen kleinen Hinweis auf Folge 166, "Der Doge, sein Henker und ich".


Andreas Nauber

 

24.11.2023