Professor Zamora 3 - Der Tod hat 1000 Augen

 

Professor Zamorra - Folge 3

Der Tod hat 1000 Augen

Lübbe Audio

68 Minuten

1 CD

Ersterscheinung: 27.10.2023

Michael Breuer

 

CD Cover Professor Zamorra Der Tod hat 1000 Augen

Klappentext:

Ein Dorf in Brasilien lebt in Angst: In jedem Jahr erwählt der geheimnisvolle Senhor Morte ein jungfräuliches Mädchen und verschleppt es in sein unheimliches Haus am Rande eines alten Friedhofs. Keines der Mädchen taucht je wieder auf, und was mit ihnen geschieht, darum ranken sich die schrecklichsten Gerüchte.

Als Professor Zamorra und seine Partnerin Nicole Duval von dem grausamen Kult erfahren, reisen sie nach Brasilien. Nichtsahnend, dass Senhor Morte nicht ihr einziger Gegner ist …

 

In der Hörspielfassung von Uwe Voehl nach einer Romanheftvorlage von Michael Breuer

 

Meine Meinung:

Wow! Ein solcher Ausruf spricht ja bekanntlich "Bände", aber da man ja selbst etwas geboten bekommt, möchte man ja auch etwas von den Empfindungen weitergeben, die man beim Hören hat ... Also: Nachdem mich Folge 2 dieser neuen Hörspielserie bereits vollauf begeistern konnte, steht die aktuelle PZ-Folge, "Der Tod hat 1000 Augen", in dieser Hinsicht ihrer Vorgängerfolge in nichts nach. Zwar ist das thema an sich nicht neu, eine geheimnisvolle Person hat ein Netz aus Terror gewoben, in das sich die Bewohner eines Dorfes verstricken, aber zumindest mir gefallen solche Geschichten immer sehr gut. Dass sich um diese Person, die hier Senhor Morte oder der Herr der Toten genannt wird, zahlreiche Gerüchte ranken, liegt quasi auf der Hand. Als Hörer solcher Geschichten vermutet man zwar, dass Zamorra und Nicole es hier mit einem übernatürlichen Gegner zu tun bekommen, aber da ja ein irdischer Gegner, wie ein religiöser Fanatiker, dem man allerlei andichtet, nicht gänzlich auszuschließen ist, wird man als Hörer, ebenso wie Zamorra und Nicole, eine Zeit lang im Unklaren darüber gelassen, was nun zutrifft, da man zu Beginn, neben einigen Gerüchten über Senhor Morte, nur eine irre Horde fehlgeleiteter Dorfbewohner erlebt. Erst ab einem gewissen Moment erfährt man, dass weitaus mehr hinter allem steckt, als eine religiöse Sekte. Die "Randgruppe" der Dämonen, die Ghouls, haben in Brasilien ein besonderes Netz aus Angst und Terror aufgebaut, da sie an einem großen Plan basteln, der zwar auch nicht neu ist, in diesem Storrysetting aber sehr bedrohliche Ausmaße annimmt. Übrigens werden in diesem Zamorra-Hörspiel, wie bei "Dorian Hunter", die Ghouls als Ghule bezeichnet, woran ich mich ehrlich gesagt zunächst etwas gewöhnen musste, da Zamorra, auch wenn er sich allgemein doch recht von John Sinclair unterscheidet, dem Sinclair-Universum zumindest ähnelt, während die Hunter-Serie doch anderen Gesetzen unterliegt, was bedeutet, dass die Bezeichnung "Ghule" bei Hunter am passensten klingt, zumindest meiner Meinung nach. Ich hoffe, dass ich dies alles richtig formuliert habe, da ich nicht möchte, dass Fans einer oder aller drei Serien Anstoß an meinem Vergleich zwischen PZ und JS nehmen könnten und sich somit vielleicht gekränkt fühlen könnten.

 

Die Sprecher:

Alle Sprecher haben einen tollen Job gemacht, nur an Gerd Köster als Erzähler kann ich mich leider nicht gewöhnen, da er für meinen Geschmack etwas zu überzogen klingt. Leider kann ich es nicht genauer formulieren, aber seine Art, als Erzähler zu fungieren, strengt mich beim Hören etwas an.

 

Mein Fazit:

Die aktuelle Zamorra-Folge, "Der Tod hat 1000 Augen", ist eine sehr gute Folge, die von einem sehr passenden Musik- und Soundsetting untermalt wird. Auch der Klappentext der nächsten Folge, den ich auf der Website von Lübbe gelesen habe, klingt sehr vielversprechend, da dort u. a. ein Leuchtturm eine Rolle spielt, was ich auch immer sehr interessant finde ...


Andreas Nauber

 

13.11.2023