DreamLand-Grusel - 51 - Die Caves und der Klang des Todes

DreamLand-Grusel

Folge 51 – Die Caves und der Klang des Todes

DreamLand Productions

Gesamtspielzeit: 50 Minuten

VÖ: 25. März 2022

Empfohlen ab 16 Jahren

CD-Cover DreamLand-Grusel, Folge 51 – Die Caves und der Klang des Todes

„So, schön, schön. Wo waren wir letzte Woche stehen geblieben? Ähm, David? Fassen Sie doch bitte mal die letzte Woche zusammen. Seien Sie so gut. - (…) Professor Donald? Sir? Ähm… ich… - Will Bowers? Wollen Sie mir einen neu einstudierten Tanz vorführen oder was soll dieses Gehampel? - Nein, Sir, äh, ich müsste mit Dave zum Schularzt. Er ist ziemlich… - Ramponiert. Ja, ich seh´s. Meine Güte, Junge. Was ist Ihnen denn passiert?“

 

Klappentext

Der Juni 1987 verändert das Leben von vier Teenagern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Will Bowers, Nancy Donner, Denis Willburn und Dave Law erleben einen wahr gewordenen Albtraum in ihrem kleinen amerikanischen Örtchen. Fernseher und Radios haben urplötzlich Störungen und es erklingt ein schreckliches Geräusch, das den Teens in den Ohren schmerzt, doch für Erwachsene ist es noch viel schlimmer, sie drohen den Verstand zu verlieren, werden wahnsinnig und stürzen sich sogar auf geliebte Menschen. Was ist das für ein Geräusch? Und gibt es eine Möglichkeit dieses endgültig zum Verstummen zu bringen?

 

Wo fange ich an?

Es gibt so Hörspielproduktionen, die stellen mich als Rezi-Tussi vor eine besondere Herausforderung. „Die Caves und der Klang des Todes“ ist so eine Produktion. Zum einen hätte ich diese Rezi gerne schon viel früher geschrieben, zum anderen weiß ich auch gar nicht, wo ich anfangen soll. Soooo viel möchte ich schreiben, so viel Parallelen, Hinweise und EasterEggs aufzeigen, so viel Bemerkenswertes loswerden. Von daher: Wo fange ich nur an?

 

1987

Wir sind im Jahr 1987, der Videorecorder hält Einzug und man fährt noch mit dem Rad zu seinen Freunden. In der Schule gehören Rauferei und Nachsitzen zum Alltag und ein Funkgerät zu haben erscheint einem als besonders cool. Doch dann verändert sich das Leben von vier Teenagern schlagartig, als die Erwachsenen durchdrehen immer wenn sie mit „moderner“ Technik wie Radio oder TV in Berührung kommen. Dann werden sie regelrecht mordlustig und fangen an zu töten. Dabei machen sie weder vor Freunden noch vor Kindern oder Familienmitgliedern halt. Ob die vier Teens jemals wieder ihre Höhe verlassen können, ohne Gefahr zu laufen, von Erwachsenen angegriffen zu werden?

 

Grandiose Story von Thomas Plum

Die Geschichte (übrigens der erste Teil eines Zweiteilers) stammt von Thomas Plum, der sich spätestens in der letzten Zeit einen Namen in der deutschen Hörspiel-Szene gemacht hat. Sein (heimlicher) Mentor ist Ivar Leon Menger und ich finde, das merkt man auch dieser Story an. Damit möchte ich keineswegs sagen, dass er mit den CAVES nichts Eigenes erschaffen hat – ganz im Gegenteil. Aber es gib so ein paar Parallelen, die er nicht leugnen kann und wahrscheinlich auch gar nicht leugnen will.

 

King und Menger sind zu spüren

Und auch wenn ich Parallelen zu Ivar und seine Ideen aufzeige, so muss ich hier doch viel weiter ausholen, um die ganze Kunstfertigkeit der Story darzustellen. Hier ist neben Plum nämlich nicht nur ein Menger im Geiste anwesend, nein auch ein Stephen King (z. B. mit seinem Werk „Puls“) ist zu spüren und ein Hauch von „Stand by me“ oder „Stranger Things“ ist ebenfalls vertreten.

Dabei gelingt es Thomas Plum trotzdem etwas ganz Eignes, Besonderes zu erschaffen, das insbesondere uns Kinder der 70er erfreuen wird. Ob es „Pläne sind, die funktionieren“, die Fahrradtouren oder die Begeisterung für Videotheken und coole Action-Filme. Hier kommen so viele Erinnerungen wieder hoch, dass das Kopfkino von alleine entsteht, vorprescht und quasi nicht zu bremsen ist.

Mir hat diese Story wahnsinnig gut gefallen! Auch wenn ich mich tatsächlich erst etwas in die Geschichte und ihre Akteure einfinden musste. Dies finde ich allerdings gar nicht so schlimm, da so der Hörgenuss beim erneuten Hören mitunter sogar noch größer ist, als beim ersten Mal.

 

Sprecher

Gut und großartig ist auch der doch sehr umfangreiche Sprechercast, der mit über 20 verschiedenen Stimmen jedoch etwas Aufmerksamkeit vom Hörer verlangt. Die Sprecherriege strotzt nur so vor bekannten Namen. Peter Lontzek, Sara Wegner, Werner Wilkening, Santiago Ziesmar, Wolfgang Bahro, Lutz Mackensy, Dietmar Wunder oder auch Eckart Dux – sie alle sind hier zu hören und bereichern das Hörspiel.

Die wahren Helden dieser Produktion sind allerdings die jungen Wilden wie Felix Strüven, Luisa Wietzorek, Vincent Barko oder auch Benjamin Stolz, sind sie doch die Hauptakteure dieses Hörspiels.

 

Sound

Der Sound, für den wie so oft bei DreamLand Tom Steinbrecher verantwortlich ist, lässt natürlich keine Wünsche offen. Egal ob in der Höhle, in der Videothek oder im Klassenzimmer. Als Hörer sind wir stets ganz nah dabei, lassen das Kopfkino einfach entstehen und fiebern nur gebannt mit…

 

Mein Fazit:

Eine super Produktion, welche mich von Anfang bis Ende begeistert hat. Egal ob Story, Idee, Sprecher oder Sound – hier bekommen wir etwas ganz Großes auf die Ohren.

Wer dieses Hörspiel verpasst, ist eine Amsel!


Mareike Lümkemann

 

26.02.2023