John Sinclair Edition 2000 - Folge 187 - Die Wölfin von Rom

 

John Sinclair - Folge 187

Die Wölfin von Rom

Lübbe Audio

Laufzeit: 55 Minuten

Altersempfehlung: ab 14 Jahren 

 Ersterscheinung: 28.11.2025

 

 

CD Cover John Sinclair 187 - Die Wölfin von Rom

Klappentext:

Wölfe mitten in Rom? Mich beschlich ein schrecklicher Verdacht, wer dahinterstecken könnte, als Bill Conollys Sohn Johnny im Urlaub von den Bestien entführt wurde. Suko und ich machten uns gemeinsam mit unserer Wolfsfreundin Nadine Berger für den Showdown mitten auf dem Petersplatz bereit. Doch niemand konnte erahnen, welches Drama sich dort abspielen würde ...

 

Actionreiches Grusel-Kino für die Ohren

Mit den besten Stimmen Hollywoods und einem phänomenalen Soundtrack

 

Zum Inhalt:

In Rom wird ein junges Paar von Wölfen getötet. Zwei Monate später machen Bill, Sheila und Johnny Conolly Urlaub in Rom, und Johnny wird von Wölfen entführt. Als dann John und Suko, nebst der Wölfin Nadine, in Rom eintreffen, trifft das Team auf die Initiatorin des Ganzen: Morgana Layton, die nun die Nachfolge von Lupina als Königin der Wölfe angetreten hat ...

 

Meine Meinung:

Mit "Die Wölfin von Rom" (bei dem Titel spukt in meinem Kopf immer das Lied "Die Glocken von Rom" herum ...,) hat Studio Stil den Roman Band 0492 als Hörspiel adaptiert. Verfasst wurde das Hörspielskript vom Drehbuchautor Gerry Streberg, der somit seinen ersten Beitrag zur Hörspielserie beisteuert. Die Handlung folgt in groben Zügen dem Roman, aber dem Sprichwort folgend, dass viele Wege nach Rom führen, um beim Thema zu bleiben, kommen John und Friends hier auf teils anderen Wegen zum Finale, als es im Roman der Fall ist. Glücklicherweise wurde hier auf Johns halbherzigen Undercover-Einsatz verzichtet, den er in der Vorlage hatte, und der Terror, den die Wölfe in Rom verbreiten, ist gut nachempfindbar und "schwelt" stets im Hintergrund der Handlung. Diese bringt uns nun endlich Morgana Layton zurück, was speziell für mich einen schönen Nebeneffekt hat, worauf ich noch zu sprechen komme ... Morgana, und somit die titelgebende Wölfin von Rom, bleibt jedoch lange im Hintergrund, sodass erst später klar wird, wer hier die Fäden in der Hand hält. Zwar ist die Story nicht unbedingt als überragend zu bezeichnen, rangiert aber in einem guten Mittelmaß, wobei ich aber auch anmerken möchte, dass ich die Flachserei zwischen John und Suko hier stellenweise als etwas unangebracht empfinde, da es um die Entführung von Johns Patenkind geht. Bei Janes Schicksal in den Hörspielen flachst John überhaupt nicht mit Suko herum, während hier öfter mal ein lockerer Spruch "rausgehauen" wird. Da hätte ich mir dann doch etwas mehr Ernsthaftigkeit gewünscht. Fairerweise ist aber auch anzumerken, dass John und Co, wenn sie über Johnnys Entführung sprechen, sehr ernst und besorgt wirken, was vor allem bei David Nathan und Daniela Hoffmann, als Eltern des Kindes, zu hören ist, wobei bei ihnen auch eine Menge Emotionen einfließen.

 

Persönliches Highlight:

In dieser Folge ist wieder Maria Koschny als Morgana Layton zu hören. Da Morgana jetzt die neue Königin der Wölfe ist, tritt sie hier nun wirklich als Antagonistin des Sinclair-Teams auf, sodass Maria in dieser Rolle endlich auch böse Töne anbringen kann. Wenn sie über die Machtergreifung der Werwölfe spricht, schwingt zudem eine gehörige Portion Pathetik in ihrer Stimme mit. Obwohl Maria Koschnys Auftritt sehr kurz geraten ist, sind ihre Momente als Morgana Layton für mich das Highlight dieser Folge.  

 

Inkonsequenz bei der Landessprache:

In der Ära von Dennis Ehrhardt und Sebastian Breidbach wurden stets Native Speaker eingesetzt, wenn die Umstände es erforderten. In dieser Folge sprechen einige "Italiener" mit Akzent und manche ohne, was leicht störend auffällt.

 

Besonderheiten:

  • Rückkehr von Morgana Layton, die sich in eine riesige Wölfin verwandeln kann und in Rom mit normalen Wölfen einfällt, statt mit ihresgleichen.
  • Auftritt der Wölfin Nadine.
  • Johnny Conolly ist neun Jahre alt.

Sound und Musik:

Beides ist gewohnt gut und lässt nichts zu wünschen übrig, wenn ich auch den Eindruck habe, dass die Schüsse hier wieder etwas üppiger klingen, als es bei der Sonderedition "Horror-Disco" der Fall war.

 

Die Sprecher:

Alle Sprecher haben einen guten Job gemacht; auch Moritz Frickel, der hier nun erstmalig den jungen Spross der Familie Conolly spricht. Ich bin gespannt, wie er in späteren Folgen der Serie klingt, wenn er noch mehr Emotionen einbringen kann.

 

Mein Fazit:

Zwar ist "Die Wölfin von Rom" keine besonders überdurchschnittliche Folge, weiß aber dennoch zu gefallen, von der Inkonsequenz in Sachen "einheimische Sprache" mal abgesehen.


Andreas Nauber

 

24.12.2025