John Sinclair Edition 2000 - Folge 190 - Zombie-Zug

 

John Sinclair - Folge 190

Zombie-Zug

Lübbe Audio

Laufzeit: 49 Minuten

Altersempfehlung: ab 14 Jahren 

 Ersterscheinung: 27.02.2026

 

 

CD Cover John Sinclair 190 - Zombie-Zug

Klappentext:

Mein Vater erzählte mir eine unfassbare Geschichte: Ein befreundeter Pfarrer hatte eine Leiche durch die Moore von Yorkshire wandeln sehen - in Richtung eines stillgelegten Bahnhofs. Doch das war erst der Anfang: In Moorland Cross wartete ein ganzer Geisterzug voller untoter Passagiere auf uns ...

 

Actionreiches Grusel-Kino für die Ohren

Mit den besten Stimmen Hollywoods und einem phänomenalen Soundtrack

 

Zum Inhalt:

John leidet sehr unter Janes Verschwinden, was sich auf seine Träume niederschlägt. Und als sein Vater ihn ruft, da ein neuer Fall ansteht, wird ihn die Sorge um Jane "begleiten" ...

 

Meine Meinung:

Mit "Zombie-Zug" liefert Skriptautor Gabriel Conroy eine weitere Einzelfolge, wie sie seit dem Wechsel des Produktionsteams mittlerweile leider (muss man langsam sagen, zumal es mit der Bekanntgabe der neuen Folgen nicht besser geworden ist), üblich ist. Bei dieser Folge muss man aber ehrlich auch sagen, dass sich dieses Einzelabenteuer später noch zu einem Bestandteil der Haupthandlung entwickeln könnte, da der Oberdämon dieser Folge indirekt noch eine serienrelevante Rolle spielen wird, wenn man sich diesbezüglich ein wenig an der Romanserie orientiert. Das von der Romanvorlage nicht mehr viel übrig ist, muss ich ja nicht mehr erwähnen. Was jedoch dabei herausgekommen ist, ist ein großartiges, kurzweiliges Hörspiel, was obendrein noch dadurch interessant wirkt, da John nicht nur Jane vermisst und an sie denkt, sondern zwischenzeitlich immer mal wieder mit Visionen von ihr geplagt wird, wobei man sich schon fragen muss, ob es wirklich nur Visionen waren ... Die Geschehnisse im Zug wirkten, trotz einer gewissen Hektik, recht düster, vor allem mit den Zombies ...

 

Zwei kleine Negativpunkte:

Was mich hier etwas stört, ist die Namensgebung des Oberdämons,, der Herr der Fliegen, der hier als Baál Zevuv bezeichnet wird, während er im Roman einfach Beelzebub ist. Dabei hätte man es ruhig belassen können, wie ich finde. Ein Logikfehler ist: Als John das Kreuz an einer bestimmten Stelle aktiviert, geschieht sofort etwas, ohne dass zuvor das Licht aus dem Kreuz kommt. Das wirkt auf mich auch etwas komisch.

 

Die Sprecher:

Hier sind es drei Sprecher, die mir sehr gut gefallen haben: Michael Pan als Reverend, Marianne Groß als Johns Mutter, die hier Luise Lunow in dieser Rolle ablöst, und Joachim Kaps, der seit dieser Folge Johns Vater spricht. Die Stimmen sind sehr passend auf diese Charaktere besetzt.

 

Besonderheiten:

  • John leidet unter Visionen von Jane
  • 1. Auftritt von Beelzebub (hier Baál Zevuv), der, wenn es die Änderungen der Hörspielserie gegenüber der Romanserie zulassen, noch ein Teil der Serienrelevanz sein wird.

Musik und Sounddesign:

Da gibt es nichts zu beanstanden.

 

Mein Fazit:

Bis auf den angesprochenen Kleinigkeiten ist "Zombie-Zug" eine großartige Folge, bei der John durch seine Visionen von Jane auch mal kurzzeitig vom Fall abgelenkt wird, natürlich gerade dann, wenn es gar nicht passt ... *grins*


Andreas Nauber

 

11.04.2026