John Sinclair Edition 2000 - Folge 194 - Das Folterbett

 

John Sinclair - Folge 194

Das Folterbett

Lübbe Audio

Laufzeit: 74 Minuten

Altersempfehlung: ab 14 Jahren 

 Ersterscheinung: 26.06.2026

 

 

CD Cover John Sinclair 194 - Das Folterbett

Klappentext:

Ein Anruf von Will Mallmann schickte mich auf Dienstreise nach Deutschland. Ein Mann war an Herzversagen gestorben. Nichts Ungewöhnliches, wäre da nicht eine Enkelin, die den grausamen Tod ihres Großvaters in einer Vision live miterlebt hatte. Die Ermittlungen führten uns zu mysteriösen Kreaturen und verstörenden Erkenntnissen!

 

Actionreiches Grusel-Kino für die Ohren

Mit den besten Stimmen Hollywoods und einem phänomenalen Soundtrack

 

Meine Meinung:

Mit "Das Folterbett" bekommen wir nun die zweite hintereinander folgende Einzelfolge unseres Lieblingsgeisterjägers, und wer meine letzten Rezensionen gelesen hat weiß, dass mir die Anzahl der Einzelfolgen mittlerweile etwas zu viel geworden ist bzw. noch werden wird. Der Grund dafür ist, dass wir bis einschließlich Folge 199 keine serienrelevanten Geschichten mehr bekommen werden, falls die ein oder andere der Einzelfolgen nicht irgendwie angepasst wird, um uns auf die große Jubiläumsfolge 200 einzustimmen.
"Das Folterbett" ist Band 0439 der JS-Romanserie, den Gerry Streberg für die Hörspielserie adaptierte, und auch wenn mir die nun gehäufte Anzahl an Einzelfolgen nicht liegt, muss ich ehrlich zugeben, dass mir doch diese Folge sehr gut gefallen hat. In dieser Folge dürfen endlich mal wieder John Sinclair und Will Mallmann gemeinsam ermitteln, was mich sehr gefreut hat, da ich den Kommissar aus Deutschland, der wieder einmal ganz großartig von Lutz Riedel gesprochen wurde, sehr gut leiden kann, wobei Mallmann ja auch in dem gleichnamigen Roman Johns Ermittlungspartner war. John und Will müssen den seltsamen Tod eines Antiquitätenhändlers/-sammlers aufklären und werden dabei von der im Teenager-Alter stehenden Enkelin des Toten unterstützt. Diese hat den Tod ihres Großvaters in einer Vision erlebt , bzw. war in gewisser Hinsicht dabei sogar anwesend, ohne jedoch eingreifen zu können ... Wie das nun genau mit dem Folterbett zusammenhängt? Nun, die Romanleser wissen es bereits, und die Nichtleser werden es erfahren, wenn sie dieses Hörspiel hören.

Die Folge ist meiner Meinung nach Strebergs bisheriges bestes Werk, obwohl mir auch sein Erstlingswerk, Folge 187, auch sehr gut gefallen hat. Aber Folge 194 ist die erste seiner Geschichten, die nicht irgendwie stellenweise ins Lächerliche gezogen wurde.

Im Gegenteil: Diese Folge ist sehr düster geraten, so dass sie beim Hören einfach nur Spaß macht. Zudem hat mir die Interaktion zwischen John und Will wieder sehr gut gefallen, und auch die Herzlichkeit, die zwischen John Sinclair und der Teenagerin Emma Königsberg bestand, ist sehr gut umgesetzt worden.

Die Handlung wurde natürlich der Hörspielserie angepasst. Während John im Roman eine Vision hatte, in der zwei Männer ein Grab ausheben, auf dem der Name John Sinclair steht (Vorbereitung auf einen mehr als grandiosen Dreiteiler), wird hier Luzifer in einer Vision eingebaut, mit dem es John Sinclair in Folge 192 zu tun bekam. Das ist total passend, da John Sinclair noch immer unter der Begegnung mit dem absolut Bösen leidet. Allerdings finde ich, dass Luzifer in den Hörspielen nicht zu sehr ausgeschlachtet werden sollte, sondern im Hintergrund bleiben sollte.

 

Die Sprecher:

Neben Lutz Riedel habe ich mich hier ungemein über das Mittwirken seiner Tochter, Sarah Riedel, gefreut, die in dieser Folge ganz wunderbar die Rolle der Christel Königsberg spricht, und somit ein großartiges Sinclair-Debüt abliefert. Ich hoffe, dass Sarah Riedel zukünftig öfters bei John Sinclair mitspricht. Aber auch Dieter Nemel (Karl Richter) und Ellis Drews (Emma Königsberg) wissen auf ganzer Linie zu überzeugen.

 

Sound und Musik:

Auch hier ist alles auf hohem Niveau, sodass es da nichts zu beanstanden gibt.

 

Mein Fazit:

Folge 194, „Das Folterbett“, ist eine ganz hervorragende folge, die ich seit ihrem Erscheinen bereits zweimal gehört habe und in nächster Zeit auch noch öfter hören werde. Wenn die nächsten fünf Einzelfolgen auch so gut sind, könnte ich meinen Unmut über die gehäufte Anzahl an Einzelfolgen glatt vergessen ...


Andreas Nauber

 

05.07.2026